Asigurare de îngrijire pe termen lung în Germania: Cum să vă asigurați corect costurile de îngrijire

Stell Dir vor, Dein Vater braucht plötzlich Pflege. Von einem Tag auf den anderen steht alles Kopf. Die Pflegeversicherung in Deutschland unterstützt zwar bei der Betreuung und Versorgung, aber trotzdem sind viele Familien unsicher: Welche Leistungen deckt sie ab? Welche Eigenkosten bleiben übrig? Besonders für pflegende Angehörige und selbstständige Betreuungskräfte ist es wichtig zu verstehen, wie man sich mit einer privaten Pflegeversicherung rechtzeitig absichern kann. 

 

Eine lächelnde Pflegekraft in blauer Arbeitskleidung steht zwischen drei älteren Menschen, die auf einem Sofa in einem gemütlichen Wohnzimmer sitzen und Bücher sowie Tassen mit Tee halten.

 

Wir wissen, dass Pflege kostet – aber mit der richtigen Absicherung bist Du gut für die Zukunft vorbereitet. Dazu zählt vor allem eines: Klarheit. Du brauchst Informationen, auf die Du Dich verlassen kannst – einfach erklärt, verständlich und praktisch umsetzbar. Damit Pflege nicht zur finanziellen Sorge wird, sondern mit Wissen, Herz und Unterstützung leichter zu tragen ist.

 

 

 

 

Was ist die Pflegeversicherung?

Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird, entstehen schnell hohe Kosten – für Unterstützung im Alltag, Pflegekräfte oder einen Platz im Pflegeheim. Damit Du in so einer Situation nicht alles allein tragen musst, gibt es die Pflegeversicherung. Sie sorgt dafür, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen finanziell entlastet werden.

Im Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) findest Du alle wichtigen Regelungen zur Pflegeversicherung.

 

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Noras Tipp: Auch wenn Pflege im Moment weit weg scheint – informiere Dich frühzeitig über mögliche Pflegegrade und Leistungen. Wer schon im Vorfeld weiß, welche Unterstützung es gibt, kann im Ernstfall schneller handeln und vermeidet finanzielle Engpässe.

 

Warum ist die Pflegeversicherung notwendig?

Unsere Gesellschaft wird immer älter: In Deutschland werden bis 2040 voraussichtlich rund 21,5 Millionen Menschen 67 Jahre oder älter sein. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein – besonders ab 80 Jahren.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 5,2 Millionen Pflegebedürftigedie meisten über 60 Jahre alt. Bei den über 75-Jährigen sind es knapp 17 %, bei den über 90-Jährigen mehr als 81 %. Die Zahlen zeigen: Je älter wir werden, desto wahrscheinlicher sind wir auf Hilfe angewiesen.

Pflegebedürftigkeit bedeutet für Betroffene und ihre Angehörigen hohe physische, psychische und finanzielle Belastungen. Hinzu kommt, dass Familienstrukturen sich verändert haben: Es gibt weniger Kinder, viele sind berufstätig und können sich nicht mehr so intensiv um ihre Eltern kümmern wie früher.

Definition und Einführung der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde 1995 in Deutschland eingeführt. Seitdem ist sie fester Bestandteil des sozialen Sicherungssystems. Ihr Ziel: Menschen im Pflegefall unterstützen – egal, ob sie zu Hause oder in einer Einrichtung gepflegt werden. Sie funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Du zahlst regelmäßig Beiträge ein, und im Pflegefall übernimmt die Versicherung einen Teil der Kosten.

 

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Noras Tipp: Wenn Du Angehörige hast, die älter werden, sprecht früh offen über Wünsche und Möglichkeiten der Pflege. So könnt ihr gemeinsam entscheiden, ob häusliche Pflege, ambulante Dienste oder ein Pflegeheim am besten passt – bevor der Ernstfall plötzlich eintritt.

 

Die Pflegeversicherung als 5. Säule der Sozialversicherung

Die Pflegeversicherung ist die fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland – neben der Kranken-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Das bedeutet: Sie ist ebenso wichtig wie die anderen Bereiche der sozialen Absicherung und schützt Dich und Deine Familie vor einem finanziellen Risiko, das jede und jeden treffen kann.

Unterschied: Deutschland vs. Österreich

Nahaufnahme der deutschen Flagge mit den horizontalen Farben Schwarz, Rot und Gold, die im Wind weht.

 

In Deutschland bist Du automatisch pflegeversichert – entweder über die gesetzliche oder eine private Pflegeversicherung. Sie übernimmt je nach Pflegegrad Leistungen wie Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Das bedeutet: Jeder, der krankenversichert ist, ist automatisch auch pflegeversichert. So soll sichergestellt werden, dass im Pflegefall niemand ohne Unterstützung dasteht.

Die Pflegeversicherung in Österreich funktioniert etwas anders: Dort gibt es ein staatliches Pflegegeld, das nach sieben Stufen gestaffelt ist und pflegebedürftige Menschen monatlich erhalten. Es dient als finanzielle Unterstützung, um Pflegekosten teilweise abzudecken. 

Gesetzlich Versicherte (GKV)

Bist Du in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert, bist Du automatisch auch Mitglied der sozialen Pflegeversicherung. Die Beiträge werden direkt mit Deiner Krankenversicherung erhoben und zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber aufgeteilt. Auch Rentnerinnen und Rentner zahlen weiter einen Beitrag – meist über ihre Krankenkasse.

Privat Versicherte (PKV-Pflegepflichtversicherung)

Wenn Du privat krankenversichert bist, musst Du eine private Pflegepflichtversicherung (PPV) abschließen. Sie funktioniert ähnlich wie die gesetzliche Pflegeversicherung, wird aber von privaten Versicherungsunternehmen angeboten. Ohne diesen Nachweis darf keine private Krankenversicherung abgeschlossen werden – der Schutz im Pflegefall ist also auch hier Pflicht.

Sonderregelungen (Beamte, Selbständige, Rentner)

  • Für Beamte gilt eine besondere Regelung: Sie erhalten im Pflegefall Beihilfe vom Dienstherrn und sichern den Rest über eine private Pflegepflichtversicherung ab.
  • Selbständige können frei wählen, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind – ihre Entscheidung bestimmt automatisch auch, wo sie pflegeversichert sind.
  • Rentner bleiben in der Regel in der Pflegeversicherung, in der sie vorher versichert waren, und zahlen ihre Beiträge direkt über die Rente.

 

Beiträge zur Pflegeversicherung 2025

Am 1. Juli 2025 stiegen die Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um 4,5 %. Außerdem gibt es Verbesserungen beim Pflegeunterstützungsgeld und eine stärkere Förderung für Entlastungsangebote. Ziel ist es, pflegende Angehörige besser zu unterstützen und Pflegekosten abzufedern.

 

Eine Gruppe älterer Menschen steht gemeinsam mit einer Pflegekraft in einem Gemeinschaftsraum, ein Mann sitzt im Rollstuhl und eine Frau hält sich an einem Rollator fest, während alle in die Kamera lächeln.

 

Beitragssatz in Deutschland

In Deutschland liegt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung 2025 bei 3,6 % Deines Bruttoeinkommens. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen erhöhten Satz von 4,2 %. Die Beiträge werden in der Regel paritätisch zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber aufgeteilt – Du trägst also etwa die Hälfte.

Besonderheit Sachsen: Hier zahlen Arbeitnehmer einen leicht höheren Anteil, während die Arbeitgeber einen geringeren Anteil übernehmen.

Tabelle: Beitragssatz Pflegeversicherung Deutschland 2025

 

Beitragssätze zur Pflegeversicherung 2025

Gruppe Beitragssatz 2025 Besonderheiten
Versicherte mit Kindern 3,6 % des Bruttoeinkommens Hälfte Arbeitnehmer, Hälfte Arbeitgeber
Kinderlose ab 23 J. 4,2 % Zuschlag für Kinderlose
Sachsen Abweichende Aufteilung Arbeitnehmer zahlt höheren Anteil

 

Finanzierung & Umlageverfahren

Die Pflegeversicherung wird im Umlageverfahren finanziert: Die laufenden Beiträge der Versicherten werden direkt für die aktuellen Pflegebedürftigen verwendet. So wird die Versorgung der Pflegebedürftigen unmittelbar gesichert.

 

Leistungen der Pflegeversicherung

Pflegegeld (Geldleistung)

Wenn Du oder ein Angehöriger zuhause gepflegt werdet, kannst Du Pflegegeld erhalten. Damit kannst Du selbst entscheiden, wer die Pflege übernimmt – z. B. pflegende Angehörige.

Wie viel zahlt die Pflegeversicherung pro Pflegegrad?

Die Höhe der Leistungen hängt vom Pflegegrad ab. In Deutschland reicht das Pflegegeld 2025 von ca. 332 € monatlich (Pflegegrad 2) bis zu 947 € monatlich (Pflegegrad 5). 

Tabelle: Pflegegeld Deutschland 2025 nach Pflegegrad

 

Pflegegrade und Leistungen

Pflegegrad Pflegegeld (monatlich) Pflegesachleistungen (ambulant)
1 – (nur Entlastungsbetrag 125 €)
2 332 € 761 €
3 573 € 1.432 €
4 765 € 1.778 €
5 947 € 2.200 €

 

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Guide: Pflegegrad beantragen

Der Antrag auf einen Pflegegrad wird formlos bei der Pflegekasse (also der Krankenkasse des Pflegebedürftigen) gestellt. Ein solcher Leitfaden nimmt Dir die große Anfangsunsicherheit und zeigt dir genau, welche Schritte notwendig sind, damit alles reibungslos verläuft.

1. Antrag stellen

Der Antrag wird formlos bei der Pflegekasse (der Krankenkasse des Pflegebedürftigen) eingereicht.

 

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Noras Tipp: Formuliere den Antrag klar und vollständig, ggf. mit einer kurzen Beschreibung der aktuellen Pflegesituation.

 

2. Vorbereitung auf den Gutachtertermin

Der Termin mit dem Gutachter der Pflegekasse ist oft emotional belastend. Bereite Dich und die Familie mental vor, um ruhig und sachlich die Situation darzustellen.

Notiere den aktuellen Pflegebedarfe, Unterstützung im Alltag, Mobilität, Ernährung, Medikamente, ärztliche Maßnahmen, sowie besondere Vorkommnisse oder Verschlechterungen. Halte dazu alle Arztberichte, Diagnosen, Therapien und aktuelle Medikation bereit. Eine klare, nachvollziehbare Darstellung der Pflegebedürftigkeit stärken die Argumentation für den korrekten Pflegegrad.

3. Gutachtertermin

  • Sei pünktlich und halte alle Unterlagen bereit.    
  • Zeige das Pflegeprotokoll, beantworte Fragen ehrlich und ausführlich.    
  • Betone die tatsächlichen Alltagsbelastungen und Unterstützungsbedarfe.    

4. Nach dem Termin

Die Pflegekasse bewertet den Antrag und den Gutachterbericht und Du erhältst anschließend einen Bescheid über den Pflegegrad.

Pflegesachleistungen (Pflegedienst)

Alternativ oder zusätzlich kannst Du Pflegesachleistungen nutzen, also professionelle Hilfe durch einen Pflegedienst. Die Leistungen werden direkt von der Pflegeversicherung abgerechnet.

Kombinationsleistungen

Du kannst Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombinieren, wenn Du sowohl Angehörige als auch professionelle Pflege einsetzt. Dadurch reduziert sich das Pflegegeld proportional zur genutzten Sachleistung.

 

Noras Formel-Tipp: 

Formel

\[ \text{Restliches Pflegegeld} = \left(1 - \frac{\text{genutzte Sachleistung}}{\text{max. Sachleistung}}\right) \times \text{max. Pflegegeld} \]

 

Kurzzeitpflege & Verhinderungspflege

Wenn Du oder Deine Angehörigen vorübergehend zusätzliche Hilfe brauchen – z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder weil die Hauptpflegeperson verhindert ist – kannst Du Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Maria pflegt ihre Mutter – aber wer kümmert sich um Maria? Genau hier setzen die Unterstützungsleistungen an: Sie sind speziell dafür geschaffen, pflegende Angehörige zu entlasten. Sabine kann so Pausen einlegen, Energie tanken und sicher sein, dass ihre Liebsten weiterhin gut versorgt sind. Diese Angebote sorgen dafür, dass Pflege nicht nur Pflicht, sondern auch tragbar und nachhaltig bleibt.

Tages- & Nachtpflege

Tages- oder Nachtpflege ermöglicht Dir, tagsüber oder nachts betreut zu werden, während Du weiterhin zu Hause wohnst. Das entlastet Angehörige und sichert professionelle Versorgung.

Stationäre Pflege (Heim, Eigenanteile)

Wenn die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist, übernimmt die Versicherung Kosten für ein Pflegeheim – teilweise. Eigenanteile für Unterkunft, Verpflegung und nicht abgedeckte Pflegekosten musst Du jedoch selbst tragen.

Pflegehilfsmittel & Entlastungsbetrag

Für Hilfsmittel wie Rollstühle, Pflegebetten oder Inkontinenzprodukte kannst Du Leistungen der Pflegeversicherung nutzen. Dafür gibt es einen Entlastungsbetrag von 125€ pro Monat für unterstützende Angebote, z. B. Pflegebett oder Badumbau.

Wohnumfeldverbesserungen (Umbauten, Zuschüsse)

Um die Pflege zu Hause zu erleichtern, kannst Du einen Zuschuss bis zu 4000€ für barrierefreie Umbauten wie Rampen oder Treppenlifte erhalten.

Leistungen in Österreich (Pflegegeld nach Stufe 1–7)

In Österreich gibt es Pflegegeld nach sieben Stufen, abhängig vom Pflegebedarf. Je höher die Stufe, desto größer ist die finanzielle Unterstützung für die Pflege zu Hause oder durch Angehörige. Dabei liegen die Pflegegeldbeträge 2025 je nach Stufe zwischen rund 192 € und über 1.900 € pro Monat.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Stand: Jänner 2025

 

Klarheit bei den Leistungen und der Pflegelücke – Finanzielle Transparenz schafft Sicherheit

Damit Du Dich wirklich auf die Pflege konzentrieren kannst, ist es wichtig, die finanzielle Wahrheit zu kennen. So vermeidest du unangenehme Überraschungen und kannst Deinem Budget vertrauen.

 

Eine ältere Frau mit Brille und blauem Pullover lächelt in die Kamera, während im Hintergrund mehrere Senioren an Tischen sitzen und von einer Pflegekraft betreut werden.

Kombinationsleistungen verstehen

Wenn Du Pflegegeld zusammen mit Sachleistungen nutzt, reduziert sich das Pflegegeld proportional.

Beispiel:

  • Pflegegrad 3: Pflegegeld 545 € pro Monat, Sachleistungen bis 1.300 € pro Monat    
  • Du nutzt Sachleistungen im Wert von 650 €    
  • Dann reduziert sich dein Pflegegeld auf die Hälfte, also 272,50 €    

So siehst Du auf einen Blick, wie viel Geld dir wirklich zur Verfügung steht – und wie Du die Leistungen clever kombinieren kannst, ohne dass Du auf etwas verzichten musst.

Durchschnittliche Kosten für ambulante Pflege in Deutschland 

Wenn Du zu Hause gepflegt wirst, fallen monatlich durchschnittlich 1.500–2.500 € für einen professionellen Pflegedienst an (abhängig vom Pflegegrad). 

 

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Noras Tipp: Prüfe regelmäßig, ob Dein Versicherungsschutz noch zu Deiner Lebenssituation passt – besonders, wenn Du Familie hast, selbstständig bist oder im Ausland arbeitest. Eine kleine Zusatzversicherung heute kann später große finanzielle Sorgen ersparen.

 

Durchschnittliche Kosten stationärer Pflege (Heimkosten, 24h-Betreuung)

Ein Pflegeheim kostet in Deutschland – je nach Region und Ausstattung – rund 3.500–5.500 € pro Monat. Diese Summe umfasst Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten sowie pflegerische Leistungen. Die ambulante Pflege (Pflegedienst zu Hause) verursacht durchschnittlich ca. 2.000 € pro Monat.

Die oft genannten 3.000–3.800 € für stationäre Pflege beziehen sich in der Regel nicht auf die Gesamtkosten, sondern auf pflegerische Teilkosten bzw. durchschnittliche Eigenanteile nach Abzug der Leistungen der Pflegeversicherung.

Kurzfassung zur Einordnung

  • Pflegeheimkosten gesamt = Pflegekosten + Unterkunft/Verpflegung + Investitionskosten
  • Pflegeversicherung zahlt nur Pflegekosten (je nach Pflegegrad begrenzt).
  • Eigenanteil = gesamt – Pflegeversicherungszuschuss.
  • Zahlen von 3.500–5.500 € sind Gesamtkosten.
  • Zahlen wie 3.000–3.800 € bilden oft nur den pflegebedingten Eigenanteil oder eine Teilkomponente ab.

Tabelle: Durchschnittliche Pflegekosten vs Leistungen (Pflegelücke)

 

Kosten und Eigenanteil in der Pflege

Szenario Durchschnittliche Kosten Leistung Pflegeversicherung Eigenanteil (Pflegelücke)
Ambulante Pflege (Pflegegrad 3) 2.000 €/Monat 1.432 € Sachleistung ≈ 570 €
Pflegeheim (Pflegegrad 3) 3.200 €/Monat 1.262 € Anteil stationär ≈ 1.940 €
Pflegeheim (Pflegegrad 5) 3.800 €/Monat 2.200 € Sachleistung ≈ 1.600 €

 

Szenario-Beispiele

Anna, 80, Pflegegrad 3 (Heimaufenthalt)

Kosten 3.200 €, Leistung 1.262 €, Pflegelücke ~1.940 €.

Genau diese Pflegelücke von 1.940 €/Monat musst Du entweder mit privaten Rücklagen oder einer effizienten Betreuungslösung schließen. Hier setzt noracares an: Wir helfen Dir, die notwendige 24h-Betreuungskraft ohne die teuren Agentur-Provisionen zu finden, die die Lücke unnötig vergrößern.

Peter, 50, gesund, plant Vorsorge

Abschluss Zusatzversicherung für 60 €/Monat → Absicherung im Alter.

Maria, 65, Pflegegrad 2, häusliche Pflege

Pflegegeld 332 €, Kosten ~800 €, Lücke ~470 €.

Wenn die Pflegeversicherung nicht ausreicht: Geschichte aus dem Alltag

Anna ist 80 Jahre alt und lebt seit kurzem in einem Pflegeheim, weil sie rund um die Uhr Betreuung braucht. Früher hat sie selbstständig ihr Leben gemeistert: Sie ging spazieren, kümmerte sich um den Haushalt und genoss den Kontakt zu ihren Enkelkindern. Doch nach mehreren Stürzen und zunehmender Schwäche ist das alleine nicht mehr möglich.

Der Umzug ins Pflegeheim war ein großer Schritt – für Anna selbst, aber auch für ihre Familie. Plötzlich sieht sie sich in einem fremden Umfeld wieder, die vertrauten Räume und die gewohnte Nachbarschaft sind weit weg. Jeden Tag wird sie von Pflegerinnen und Pflegern unterstützt: beim Waschen, Anziehen, Essen und bei jeder Bewegung, die sie alleine nicht mehr bewältigen kann.

Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Heimkosten. Den Rest müssen Anna oder ihre Tochter und ihr Sohn tragen – mehrere tausend Euro im Monat, die auf das Familieneinkommen drücken. Die Familie spürt die finanzielle Belastung stark, gleichzeitig wollen sie Anna die bestmögliche Pflege ermöglichen. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Fürsorge, Geldsorgen und dem Wunsch und zeigt, wie wichtig frühzeitige Planung und Unterstützung durch eine private Zusatzversicherung sind.

 

Private Pflegeversicherung & Zusatzversicherung

Ein Rollstuhl steht im Vordergrund eines Krankenzimmers, während im Hintergrund unscharf eine Person in einem Krankenhausbett liegt.

 

Unterschied Pflichtversicherung vs. Zusatzversicherung

Die Pflegepflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben – sie stellt die Grundabsicherung sicher. Eine private Pflegezusatzversicherung dagegen ist freiwillig. Sie ergänzt die Leistungen der Pflichtversicherung und kann die sogenannte Pflegelücke reduzieren, also die Differenz zwischen tatsächlichen Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen oder privaten Pflichtversicherung.

Typische Leistungen einer privaten Pflegezusatzversicherung

  • PflegetagegeldDu erhältst täglich einen festen Betrag, wenn Du pflegebedürftig wirst, egal, ob zu Hause oder im Heim.
  • Pflegerente: Monatliche Auszahlung, die Dir langfristig finanzielle Sicherheit bietet.
  • Pflegekostenversicherung: Übernimmt direkt einen Teil der Pflegekosten, die von der Pflichtversicherung nicht gedeckt werden.

Kosten & Beiträge (Beispiele)

  • Günstige Tarife: Schon ab rund 30 € pro Monat erhältst Du Basisschutz.
  • Sinnvolle Absicherung: Für umfassendere Leistungen liegen die Beiträge meist zwischen 50–100 € pro Monat. Die genauen Kosten hängen von Deinem Alter, Gesundheitszustand und gewünschten Leistungen ab.

Vorteile privater Pflegeversicherung

  • Schließt die Pflegelücke und reduziert finanzielle Belastungen.
  • Flexibilität bei der Wahl der Pflegeform (zu Hause oder im Heim).
  • Absicherung für Angehörige, die Pflege übernehmen.
  • Individuell anpassbare Tarife je nach Bedarf.

Nachteile & Risiken

  • Wartezeiten: Manche Leistungen greifen erst nach einer Wartezeit.
  • Ausschlüsse: Vorbestehende Erkrankungen können ausgeschlossen sein.
  • Steigende Prämien: Beiträge können im Alter oder bei steigenden Pflegekosten ansteigen.

 

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Noras Tipp: Informiere Dich frühzeitig über Beiträge und Leistungen und prüfe, ob eine private Zusatzversicherung für Dich und Deine Familie sinnvoll ist.

 

Aktuelle Änderungen ab Juli 2025

Vier Holzklötze stehen auf einem Tisch und zeigen nebeneinander die Zahlen 2025 vor einem neutralen Hintergrund.

 

Beitragssatz-Anpassungen

Ab Juli 2025 steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung in Deutschland leicht. Das betrifft sowohl gesetzlich Versicherte als auch die private Pflegepflichtversicherung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Kosten weiterhin. Die Anpassung sorgt dafür, dass die Pflegeversicherung auch langfristig stabil bleibt.

Erhöhung der Leistungsbeträge um 4,5 % (ambulant + stationär)

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden ab Juli 2025 um 4,5 % erhöht – sowohl für die ambulante Pflege zu Hause als auch für die stationäre Pflege im Heim. Damit soll die Pflegeversicherung besser an die steigenden Kosten angepasst werden und die finanzielle Entlastung für Pflegebedürftige und Angehörige verbessert werden.

Neues Pflegeunterstützungsgeld

Neu eingeführt wird das Pflegeunterstützungsgeld, das Angehörige entlastet, wenn sie pflegebedürftige Personen kurzfristig betreuen müssen, z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei akuter Krankheit. Das Geld hilft, finanzielle Engpässe abzufedern und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erleichtern.

Auswirkungen für Versicherte & Angehörige

Für Dich und Deine Familie bedeutet das: mehr finanzielle Unterstützung im Pflegefall, höhere Leistungsbeträge und eine verbesserte Absicherung, wenn kurzfristige Pflege notwendig wird. Gleichzeitig können die leicht steigenden Beiträge spürbar sein, aber sie sichern die langfristige Stabilität der Pflegeversicherung.

 

 

 

 

Grafik von Krankenschwester Nora mit einem Stethoskop um den Hals und dem Text 'Noras Fazit' auf einem grünen Banner. Abschlussbemerkung oder Zusammenfassung im Gesundheitsbereich.

Pflegebedürftigkeit kann jede Familie treffen – plötzlich stehen Sorgen um Gesundheit, Alltag und Finanzen im Raum. Doch Du bist nicht allein: Mit der Pflegeversicherung hast Du eine verlässliche Basis, die Dir und Deinen Liebsten Sicherheit gibt. Je besser Du die Leistungen kennst und frühzeitig vorsorgst, desto leichter lässt sich die Pflegelücke schließen – und desto mehr Würde und Geborgenheit kannst Du denen schenken, die auf Hilfe angewiesen sind.

Die Pflegeversicherung 2025 bietet wichtige Basisleistungen in Deutschland, doch sie deckt nur einen Teil der tatsächlichen Kosten. Schnell bleiben mehrere hundert bis tausend Euro im Monat, die Du zusätzlich absichern solltest. Hier ist es eine Überlegung wert, sich über eine private Versicherung zu informieren, auch für jene, die im Ausland arbeiten.

Pflege bedeutet Würde, Sicherheit und Fürsorge. Wer heute vorsorgt, sorgt dafür, dass seine Liebsten morgen entlastet sind – und kann das wertvollste Geschenk geben: Zeit, Nähe und Ruhe im Herzen.

Bei noracares gibt es keine Agentur dazwischen. Pflegekräfte und Familien verbinden sich direkt und transparent über ihre Accounts. Die transparente Honorarverhandlung auf noracares reduziert direkt die Pflegelücke, da keine hohen, verdeckten Vermittlungskosten anfallen. So verhandelst Du fair, siehst sofort die Konditionen und entscheidest selbst, wie die Betreuung abläuft. noracares schafft Klarheit, Sicherheit und Unabhängigkeit – für dich und deine Liebsten.

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Ein türkisfarbener Banner mit weißem Text, der 'Noras Häufig gestellte Fragen' lautet. Auf der rechten Seite befindet sich eine illustrierte Avatarfigur einer Krankenschwester mit blonden Haaren, die eine türkise Krankenschwester-Mütze mit einem weißen Kreuz, einen weißen Kragen und ein Stethoskop um den Hals trägt
Ja, alle gesetzlich und privat Krankenversicherten müssen eine Pflegeversicherung haben. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
Der Beitragssatz liegt bei 3,6 % des Bruttoeinkommens (4,2 % für Kinderlose ab 23 J.) und wird in der Regel zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber geteilt.
Die Höhe der Leistungen hängt vom Pflegegrad ab. Zum Beispiel: Pflegegrad 1: Grundbetrag, Pflegegrad 5: Höchstbetrag. Genauere Zahlen variieren nach ambulant oder stationär.
Frühzeitige Absicherung lohnt sich, vor allem ab 30–40 Jahren, um spätere Pflegelücken und steigende Kosten abzufedern.
Angehörige können Pflegegeld, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Entlastungsangebote nutzen, wenn sie selbst pflegen oder unterstützen.

 

Grafisches Logo von Noras Wissenschatz, einer Sammlung von Informationen für Pflegekräfte. Ideal zur Darstellung von Pflegewissen und Ratschlägen.
  • SGB XI (Elftes Buch Sozialgesetzbuch): Das Gesetzbuch, in dem alle rechtlichen Grundlagen der sozialen Pflegeversicherung in Deutschland verankert sind.
  • Pflegegrad (1 bis 5): Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Sie bestimmt, wie viel finanzielle Unterstützung jemand erhält. Je höher die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, desto höher der Pflegegrad.
  • Pflegelücke: Der Differenzbetrag zwischen den tatsächlichen Kosten der Pflege (z. B. im Heim) und den Leistungen, die die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt. Dieser Restbetrag muss privat finanziert werden.
  • Pflegesachleistungen: Professionelle Pflegehilfe, die von einem ambulanten Pflegedienst erbracht und direkt mit der Pflegekasse abgerechnet wird.
  • Pflegegeld: Eine Geldleistung für Pflegebedürftige, die zu Hause durch Angehörige oder Freunde gepflegt werden. Der Betroffene kann über die Verwendung des Geldes frei verfügen.
  • Kombinationsleistung: Die gleichzeitige Nutzung von Pflegegeld und Sachleistungen. Wenn ein Pflegedienst nur einen Teil des Budgets verbraucht, wird das restliche Pflegegeld anteilig ausgezahlt.
  • Verhinderungspflege: Geld für eine Ersatzpflege (bis zu 6 Wochen im Jahr), wenn die eigentliche Pflegeperson wegen Urlaub oder Krankheit ausfällt.
  • KurzzeitpflegeDie vorübergehende vollstationäre Pflege in einer Einrichtung, meist nach einem Krankenhausaufenthalt oder in Krisensituationen.
  • Entlastungsbetrag (125 €): Ein monatlicher Festbetrag, der für qualifizierte Unterstützungsangebote (z. B. Alltagsbegleiter oder Putzhilfe) genutzt werden kann.
  • Pflegetagegeld: Eine private Zusatzversicherung, die im Pflegefall einen festen Tagessatz auszahlt, um die Pflegelücke zu schließen.
  • Umlageverfahren: Das Finanzierungsprinzip der gesetzlichen Pflegeversicherung, bei dem die heutigen Beitragszahler direkt die Leistungen für die heutigen Pflegebedürftigen finanzieren.
  • Wohnumfeldverbesserung: Finanzielle Zuschüsse (bis zu 4.000 €) der Pflegekasse für bauliche Maßnahmen, die die häusliche Pflege ermöglichen oder erleichtern (z. B. Einbau eines Treppenlifts).